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Es gibt Dinge, die sich nur sagen lassen, wenn man dabei ein Gesicht sieht. Ich habe lange gezögert, mich vor eine Kamera zu setzen; ein Text ist geduldig, ein Bild nicht. Aber das, was ich in den Essays versuche, hat im Grunde die Form eines Gesprächs: Ein Buch liegt auf dem Tisch, und jemand sitzt ihm gegenüber und redet darüber, wie man über einen Menschen redet, den man gut kennt. Das möchte ich nun auch so zeigen. Eine Folge, ein Text, etwa zwanzig Minuten. Keine Inhaltsangabe, keine Vorlesung.
Die Aufnahmen sind in Vorbereitung. Die ersten Folgen erscheinen in diesem Herbst, zunächst auf Türkisch; deutsche Folgen sind geplant, und ich freue mich auf sie, denn manches lässt sich über Kafka nur in seiner Sprache sagen. Sobald etwas fertig ist, steht es hier und auf dem YouTube-Kanal.
- Kafkas Brief an den VaterEin Brief, der nie abgeschickt wurde, und ein Therapeut, der ihn trotzdem öffnet.
- Zweigs Amokläufer und die SchamAnatomie eines Geständnisses, an Deck, bei Nacht.
- Tanpınars UhrenstellinstitutEine Behörde, die alle Uhren gleichstellt, und ein Land, das trotzdem zu spät kommt.
Wer erfahren möchte, wann die erste Folge erscheint, möge mir eine Zeile schreiben.